Digitale Souveränität bei den Vereinten Nationen: Beiträge bei der UN Open Source Week Digitale Souveränität bei den Vereinten Nationen: Beiträge bei der UN Open Source Week
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Digitale Souveränität bei den Vereinten Nationen: Beiträge bei der UN Open Source Week

In der Woche vom 22. bis 26. Juni 2026 war ich auf Einladung von Amandeep Singh Gill, Under-Secretary-General und Special Envoy for Digital and Emerging Technologies der Vereinten Nationen, Teil der UN Open Source Week 2026 in New York – einer einwöchigen Konferenz, die vom UN Office for Digital and Emerging Technologies (ODET) und UN OICT ausgerichtet wurde.

Den Abschluss des letzten Konferenztages bildete ein Panel, das ich zur zentralen Frage der Veranstaltung leiten durfte: Strategic Independence Across Layers of Governance – oder, wie wir in Deutschland und der EU gerne sagen: digitale Souveränität. Auf dem Panel diskutierten Indra Pradana Singawinata (Secretary-General, Asian Productivity Organization), Yoon Choi Barker (Deputy Director General, Information Technology Department, Asian Development Bank), Mike Milinkovich (Executive Director, Eclipse Foundation), Nithya Ruff (Chair, Linux Foundation Board) und Brian Behlendorf (Independent Advisor and Board Director) – Pionierinnen und Pioniere aus internationalen Organisationen und der Open-Source-Welt, die diese Entwicklung seit Jahren mitgestalten.

Was das Panel deutlich gemacht hat: Die Fragen, die wir in Deutschland diskutieren, sind keine deutschen Fragen. Sie sind universell. Wie muss Open Source in nationale und regionale Digitalstrategien eingebettet werden, damit es mehr ist als ein technisches Nischenprojekt? Wie befähigt man Entscheiderinnen und Entscheider in Verwaltungen dazu, bei der Technologieauswahl die richtigen Fragen zu stellen – und die richtigen Antworten einzufordern? Und wie schafft man Rahmenbedingungen, in denen Open Source nicht die Ausnahme ist, die begründet werden muss, sondern die Regel – und proprietäre Alternativen die Begründungspflicht tragen?

Dass genau diese Prinzipien in New York, unter dem Dach der Vereinten Nationen, mit Expertinnen und Experten aus aller Welt diskutiert werden, zeigt: Der internationale Konsens wächst. Und es lohnt sich, dabei zu sein – nicht nur um zu berichten, sondern um voneinander zu lernen. Denn wir haben dieselben Herausforderungen.

Bereits am zweiten Konferenztag war ich Teil des Panels „Women Building Digital: The GovStack Women in GovTech Challenge“ – gemeinsam mit Andrea Donath (Programme Lead, GovStack Initiative, GIZ), Puja Raghavan (Advisor GovStack, GIZ), Nele Leosk (Lead, Knowledge Hub Digital, European Commission), Tobi Kasali (Senior Analyst, ODET) und Walid Mathlouthi (Head of Future Networks and Spectrum Management, ITU). GovStack begleitet mich schon seit meiner Zeit im Beirat zur Umsetzung der Digitalstrategie der Bundesregierung in der letzten Legislaturperiode. Umso schöner war es, das Projekt nun auch im internationalen Kontext zu erleben: mit Frauen, die konkret und leidenschaftlich darüber diskutieren, wie Architekturen und Standards in Verwaltungen implementiert werden können – und warum die Perspektive von Frauen auf diese Infrastrukturfragen nicht optional ist, sondern notwendig.

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Deutschland sucht die Perso-PIN: Gespräch im F.A.Z. Podcast

Ich war im „Podcast für Deutschland“ der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu Gast – und habe über ein Thema gesprochen, das mich schon lange beschäftigt: Warum nutzen so wenige Menschen den Online-Personalausweis, obwohl er längst so viel kann?
Punkte in Flensburg abfragen, die Rentenübersicht abrufen, sich im Organspende-Register eintragen – das alles geht heute schon, digital, in wenigen Minuten. Deutschland ist technologisch weiter als sein Ruf. Das Problem ist nicht die Infrastruktur, sondern dass kaum jemand weiß, was bereits möglich ist.
Mein Appell: Wer politische Verantwortung trägt, sollte lauter darüber reden, was jetzt schon funktioniert. Der Vergleich mit Estland hat ausgedient – es wird Zeit, dass wir aufhören, uns kleinzureden.

Hier kann der Podcast angehört werden.

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Nach 2024 erneut „GolD“ beim WIN Award in der Kategorie eGovernment/CxO gewonnen

Ich freue mich wirklich sehr, dass ich nach 2024 auch in diesem Jahr beim Publikumsvoting für den WIN Award in der Kategorie eGovernment/CxO mit dem Award in „Gold“ ausgezeichnet wurde! Herzlichen Dank an alle, die für mich gestimmt haben (und die Person, die mich nominierte!)

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Erneut top 40 under 40 des Capital Magazins

Ich freue mich sehr, dass mein Engagement vom Capital Magazin abermals gesehen wurde und ich 2025 erneut in die renommierte Top 40 under 40 Liste aufgenommen wurde. Nach 2020 auch dieses Jahr wieder für den Bereich Gesellschaft.

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Auszeichnung als Young Leader in GovTech 2025

Ich freue mich, als Young Leader in GovTech 2025 in der Kategorie Wissenschaft & Zivilgesellschaft ausgezeichnet worden zu sein. Das Handelsblatt und Possible würdigen mit dieser Auszeichnung Persönlichkeiten, die die digitale Transformation des Staates vorantreiben und innovative Lösungen für die Verwaltung der Zukunft entwickeln.

Diese Anerkennung bestärkt mich in meiner Arbeit für eine moderne, vernetzte und leistungsfähige Verwaltung. Mein Fokus liegt darauf, durch kluge Strukturen, digitale Technologien und starke Netzwerke Vertrauen in den Staat zu stärken und die Verwaltung zukunftsfähig zu machen.

Mehr zur Auszeichnung und den weiteren Preisträger:innen gibt es hier.

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Women of the Year 2024 in eGovernment / Leadership CxO „Gold“

Ich freue mich sehr, beim Publikumsvoting des WIN Awards der Vogel Akademie mit Gold als Women of the Year in eGovernment in der Kategorie „Leadership CxO“ ausgezeichnet worden zu sein. Die Preisverleihung fand in Bonn auf dem Petersberg statt.

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Austritt aus der fdp

Zum heutigen 7. November 2024 bin ich nach neuneinhalb Jahren aus der FDP ausgetreten.

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Nominiert für den WIN-Award

Es ist eine große Ehre für mich, nach nur eineinhalb Jahren als Geschäftsführerin von NExT e.V. in der Kategorie „Women in eGovernment / Leadership CxO“ des WIN-Awards nominiert worden zu sein. Abstimmen kann man für mich und andere noch bis zum 2. Oktober 2024 unter diesem Link.

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Mitglied im Sounding-Board des bmi für den servicestanard

In meiner Funktion als Geschäftsführerin von NExT e. V. darf ich seit dem Frühjahr 2024 dem wiederbelebten Sounding-Board für den Servicestandard angehören. Das Sounding-Board wurde vom Bundesministerium des Innern und für Heimat ins Leben gerufen und wird von diesem geleitet.

Der Servicestandard mit seinen 19 Prinzipien basiert auf einem Vorschlag vom Nationalen Normenkontrollrat (NKR) und definiert ganzheitliche Qualitätsprinzipien für die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen – dazu gehört auch die Nutzerfreundlichkeit. Das Sounding-Board soll bei der Weiterentwicklung des Servicestandards unterstützen.

Leider ist der Servicestandard noch nicht so etabliert, wie er sollte. Wer sich mit diesem Thema auseinandersetzen möchte – er ist auch für digitale Leistungen außerhalb der Verwaltung nutzbar – kann sich gerne das Poster mit den 19 Prinzipien auf der Webseite ansehen und ausdrucken. Es findet sich hier außerdem die Möglichkeit für einen Selbstaudit und auch ein Webinar.

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Abschied als LOAD Vorsitzende

Der Tagesspiegel Background Digitalisierung & KI  porträtierte am 3. Mai 2024 Teresa Widlok – nicht ohne Grund. Denn am 4. Mai wird sie, sofern die Mitglieder sie wählen, meine Nachfolgerin als LOAD Vorsitzende.

Sechs Jahre lang durfte ich den Verein für liberale Netzpolitik leiten. Das war das wichtigste Amt, das ich je innegehabt habe. Und das, das mich am meisten geprägt hat.

Bürgerrechte im Digitalen zu schützen, das war und ist immer unser leitendes Ziel gewesen. Und wir hatten viel zu tun: VDS, NetzDG, Corona-App, Chatkontrolle, Urheberrecht, Hackbacks, Gesichtserkennung… die Liste an Themen, bei denen wir uns in den letzten Jahren engagiert haben, ließe sich noch weiter fortführen. Ich glaube, wir können rückblickend sagen, dass wir mit LOAD nebst anderen Organisationen, einen enormen Beitrag geleistet haben, damit politische Vorhaben aufgegeben oder bürgerrechtskonform umgesetzt werden. Dass wir das geschafft haben, darauf bin ich wahnsinnig stolz und meinen Mitgliedern und meinen Vorstandskolleg:innen sehr dankbar.

Ich selbst durfte in diesem Amt mehr erleben, als ich mir je vorgestellt habe, als ich mich 2018 dazu entschied, als Vorsitzende zu kandidieren. Ich bin durch die gesamte Bundesrepublik für Diskussionen gereist, war von Hongkong im Osten, bis Portland im Westen und Johannesburg im Süden in vielen Regionen der Welt. Mehrfach in Russland, mehrfach in Israel und sogar in der kurzen Zeit in Kasachstan, als die Hauptstadt mal Nur-Sultan hieß. Ich durfte Sachverständige sein, mit Minister:innen aus den In- und Ausland diskutieren, Schüler:innen für ihre Bürgerrechte begeistern und einen der Erfinder des Internets kennenlernen. Nicht nur während der Pandemie war ich so oft auf (digitalen) Bühnen, dass viele Leute dachten, LOAD Vorsitzende sein wäre mein Job.

LOAD war aber nie mein Job, sondern immer nur Ehrenamt. Und ein Ehrenamt so auszufüllen schlaucht auf die Dauer. Bei NExT wachsen wir gerade und das braucht meine volle Aufmerksamkeit. Und ehrlicherweise, hätte ich gerne mal etwas mehr Zeit für ein Privatleben.

Ich kann nicht aufzählen, wem ich alles dankbar bin für die Begleitung auf dem Weg der letzten sechs Jahre. Zuvorderst bin ich es aber allen LOADies, die mich damals, noch ganz schüchtern, mit nicht viel Ahnung und keinem Netzwerk, als ihre Vorsitzende gewählt haben. Danke für Euer jahrelanges Vertrauen und Eure Unterstützung.

Teresa verfügt bereits über eine ausgewiesene Expertise zu unseren Herzensthemen. Als meine Stellvertreterin war sie eine meiner wichtigsten Ratgeberinnen. Ich schätze sie nicht nur als konsequente Bürgerrechtlerin, sondern auch als Strategin und vor allem Freundin. Jimmy Schulz, von dem ich das Amt übernahm, sagte mir damals, dass ich es anders ausfüllen werde, als er das tat. Teresa wird es auch anders machen. Und wie Jimmy sage ich: “dass Du das anders machen wirst, ist gut. Und wann immer was ist, bin ich für Dich da.”

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